Kösching plant Windräder im Nordwesten der Gemeinde

Auf einer Informationsveranstaltung über Windkraft vermittelte Alexander Hilbig vom Bundesverband für Windenergie vor über 140 Besuchern im Ambergersaal eine Vielzahl an Informationen über Windkraftanlagen. Auf Einladung der Marktgemeinde Kösching sprachen er und andere Referenten vor den Bürfern, deren Region sich derzeit besonders intensiv mit der Energiewende beschäftigt.

Windgeschwindigkeit und große Nabenhöhe gelten als Effizienzgründen

Neben der Windgeschwindigkeit sei vor allem eine große Nabenhöhe von weit mehr als 100 Metern aus Effizienzgründen von oberster Priorität, erklärte Hilbig. Dabei seien nicht nur die Landwirte sondern die gesamte Bürgerschaft in die Projekte einzubeziehen, da sonst Probleme vorprogrammiert seien. Indes plant Bürgermeister Max Schöner den Vorschlag zu einer Windmessung im Gemeinderat. Statt der einzelnen Bürger als Projektinvestor bevorzugt dieser eine genossenschaftliche Betriebsgesellschaft mit Marktbeteiligung, die die Kostenübernahme tätigen soll. Allein die Windmessung erfordere rund 80.000 bis 100.000 Euro. Dies stelle jedoch eine realistische Risikokalkulation dar, da Windrad bereits bis zu vier Millionen Euro koste. Allerdings machten die Experten deutlich, dass Kösching nicht der idealste Windstandort sei. Dabei ging Hilbig etwa auf den Schattenwurf ein. „Weil der Schatten Wohngebiete nicht beeinträchtigen soll, bleibt vom Gemeindegebiet ohnehin nur der bewaldete Nordwesten übrig“. Die Firma vento ludens hat dieses Gebiet an der Grenze zu Stammham bereits als möglichen Standort ins Auge gefasst. „An dieser Stelle auf rund 500 Meter Höhe hätten wir eine schöne Anströmung vom Donautal her“, so Markus Hölzl, Firmenvertreter von vento ludens. Dort seien bis zu Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe bis 140 Metern bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von fünf Meter pro Sekunde vorstellbar. Nehme man eine solche Anlage nach den ensprechenden Beschlüssen im zweiten Quartal in 2012 Angriff, so könne gegen Jahresende ein Feststellungsbeschluss erfolgen, sodass im zweiten Quartal 2013 die Genehmigung der Anlage vorliege, erklärt Hölzl. „Im dritten Quartal wäre dann Baubeginn, und bereits Ende 2013 könnte die Windkraftanlage in Betrieb gehen“ so die Einschätzung des Firmenvertreters.

Ernst Geyer empfahl das Modell der sogenannten „Bürgerwindräder“

Ernst Geyer, Vertreter des Energiebündels Eichstätt empfahl indes das Modell der sogenannten „Bürgerwindräder“. Dafür seien Investitionen von rund fünf Millionen Euro nötig. „20 bis 30 Prozent Eigenkapital sollten schon vorhanden sein.“ so Geyer. Der Vorteil eines Bürgerprojektes ist die Wertschöpfung, die am Standort erhalten bleibe. Fünf- bis siebenprozentige Renditen seien durchaus zu erwarten, die der regionalen Wirtschaft zugute kommen können.

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